One weekend in Berlin
September 10, 2008 2:19 pm ZeichenblogSeptemberzeit. Reisezeit. Berlinzeit.
Am 05.09.08 ging es Mittags von Essen aus los nach Berlin. Die Zugfahrt war sehr entspannt, denn ich hatte einen heiß begehrten Sitzplatz ergattert. In Berlin am frühen Nachmittag angekommen erwartete Robert mich auch schon am Bahnhof. Nachdem wir erst ein wenig unfreiwillig Sightseeing mit der Bahn betrieben
und einen kurzen Abstecher in den Supermarkt gemacht hatten, kamen wir auch zu Hause an. Hellersdorf. Eine wahre Augenweide. Der Abend gestaltete sich gemütlicher als geplant, da ich so müde war, dass ich direkt nach dem Essen einschlief. Party bei Radio Fritz musste also ausfallen. Aber wie gesagt, das wird definitiv nachgeholt. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal für die Unterkunft!
Samstag früh machte ich mich dann auf den Weg um mich mit Sam und Jen zu treffen. Vor dem Cubix am Alexanderplatz trafen wir uns und fuhren zu Sam nach Hause. Der erste Hunger konnte mit einem deluxen Obstsalat gestillt werden.

Alexanderplatz
Danach ging es auf in die Stadt, da wir zum Mittagessen mit Christian verabredet waren. Das Mittagessen nahmen wir im ‘Deutschen Haus’ ein, wo es gut bürgerliche, deutsche Küche gab. Das Essen war exzellent, wenn auch nicht gerade fettarm
. Danach liefen wir ein wenig durch die Stadt, machten einen Abstecher zu Starbucks und verabschiedeten Christian, der sich für einen wahrlichen Gala-Abend zurecht machen musste
während Sam, Jen und ich uns die Ausstellung ‘Topographie des Terrors’ (http://www.topographie.de/) anschauten. Die Open-Air Ausstellung war sehr interessant, kann ich nur empfehlen.
Am späten Nachmittag ruhten wir uns zu Hause etwas aus, bevor Jen und ich uns dann für den Abend hübsch machten. Sam lud zur Feier des Tages ins Il Calice (http://www.enoiteca-il-calice.de/) ein
. Obwohl die Wasserversorgung etwas schleppend war, schmeckte das Essen um so besser. Ein wahrer Traum im Munde
. Nach diesem Festmahl machten wir uns durch den Regen auf ins Puro (http://www.puro-berlin.de/). Nach einem netten Gespräch *g* mit den Türstehern unten war alles geregelt und man brachte uns sogar persönlich nach oben (das Puro befindet sich ganz oben im Europa Center), wo eine nette Dame uns schon erwartete und zu unserer Sitzecke führte.

Sam, Jen, Jo
Nach und nach trudelten auch die anderen Gäste ein und die Getränke flossen (“Dosieren Sie selbst?”). Um punkt Mitternacht holten wir die Tröten raus, sangen laut und stießen auf den Geburtstag von Sam an
. Das war wirklich schön. Auch lernte ich viele neue nette Leute kennen und führte interessante Gespräche. Da an dem Abend aber leider die Tanzfläche im Puro nicht eröffnet war, entschlossen wir uns weiter zuziehen. Sam, als mittlerweile dann alter Mann, verabschiedete sich mit Jen doch vorzeitig, so dass ich mit den Jungs und Mädels weiter zog. Irgendjemand hatte die Idee, in die Panoramabar (http://www.berghain.de/) zu gehen. Nach einem kurzen Zwischenstop bei McDonalds, gesagt getan.

Ja, die Panorama Bar. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll
.
Also zunächst: Ich wusste nicht, dass die Panoramabar im Berghain ist. Ich bin Robert zutiefst dankbar, dass er mich am Vorabend detailiert über das Berghain aufgeklärt hat, sonst wäre der Abend wahrscheinlich nicht so gut ausgegangen
.
Wir standen erstmal ziemlich lange draußen im Regen auf dem Acker vor der Tür, weil der Andrang so groß war. Dank den Jungs hatte ich jedoch einen großzügigen Regenschutz
. Drinnen angekommen wurd es irgendwie nicht besser. Der Türsteher war eine Persönlichkeit für sich, die Taschen wurden ausgiebig durchsucht, Kameras wurden einkassiert. Da wir gegen 1 oder 2 Uhr nachts noch recht früh dort waren, war es auch noch relativ leer. Aber schon zu dieser Stunde fielen die vielen Männer mit nacktem Oberkörper auf. Johannes Versuch, das auf den Regen zu schieben (“Die haben sich bestimmt ausgezogen, weil sie nass geworden sind draußen im Regen”) war echt süß! Die Jungs hatten gar keine Ahnung wo sie hier gelandet waren
. Nach und nach klärte ich sie dann auf. An dieser Stelle möchte ich hier auch nicht zu viel verraten, da das Berghain/Panoramabar eine Lokalität für sich ist. Es gibt keine Fotos, nur eine Ansammlung von Schauergeschichten. Zu beurteilen wieviel davon wahr ist, liegt an jedem selbst. Ich sage nur so viel: Man(n) muss es einmal erlebt haben. Wir waren die ganze Zeit oben in der Panoramabar, die Musik war zwar recht undergroundig, aber dennoch tanzbar und das zählt ja. Ich hatte definitiv meinen Spaß, denn es war sehr amüsant einmal als Frau auf die ganzen Männer aufzupassen
.
Gegen 5 Uhr machten wir uns dann auch auf den Heimweg. Johannes, Stefan und ich teilten uns ein Taxi bis in die Stadt, danach liefen wir ein wenig nach Hause und trafen unterwegs, vom Hunger getrieben, noch einen sehr netten Bäcker, der uns drei Brötchen schenkte
. Ein wenig gestärkt ging es dann an das letzte Stück Heimweg, welches ich in einem Taxi bestritt.
Am nächsten Morgen wurde erstmal gründlich ausgeschlafen. Leider nicht so gründlich wie gehofft, da es um 11 Uhr an der Tür klingelte. Aus dem Schlaf gerissen betätigte ich die Sprechanlage (“Äh ja, gute Frage.. welcher Stock ist das denn hier?”) und kurze Zeit später stand ein netter Mann mit einem rießengroßen Blumenstrauß vor der Tür. Leider waren die Blumden nicht für mich – sondern für Sam. Ein riesengroßer Geburtstagsblumenstrauß in weiß und grün!
Den restlichen Tag ließen wir gemütlich angehen, nach erfolgreicher Bescherung und Geburtstagsfrühstück mit Kuchen, ging es wieder in die Stadt zum legendären blauen Band (Ich liiieeebe es!). Wie gewohnt gab es qualitativ hervorragende Doppeldecker-Sandwiches.
Danach machten wir uns auf zum Alex, wo wir im Alexa Kaufhaus ganz oben die wunderbare Miniaturausstellung Loxx (http://www.deutschland-im-web.de/include/detail.php?id=591) besuchten. Sam erhielt sogar noch nachdem er schon eine Karte gekauft hatte als Geburtstagskind freien Eintritt. Die Ausstellung zeigte einen Großteil von Berlin als Miniaturnachbau. Eine große Ausstellungsfläche war auch dem Berliner Flughafen gewidmet, wo sogar regelmäßig Flugzeuge starteten und landeten! Besonder gut gefiel mit an der sonst für Kinder gedachten Ausstellung, dass es viele kleine Details der Bauer gab, die das ganze persönlicher werden ließen. So schwebten über einem Friedhof und einer Kirche z.B. kleine Geister oder bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße in einem Waldstück stand ein kleiner, schwarzer Sensenmann am Rande neben den Verletzten
.

Loxx Miniaturausstellung
Gegen Nachmittag ging es dann auch auf in Richtung Hauptbahnhof. Gott sei Dank sind Jen und ich zusammen Richtung Heimat gefahren. Christian kam spontan (1 Minute vor Abfahrt) auch noch mit an Board. Da wir alle keine Sitzplatzreservierungen hatten, machten wir es uns im Boardbistro gemütlich. Mit einem großen Paket an Verzehrgutscheinen ließ es sich dort die Fahrt über auch gut aushalten, ich sage nur “Der Koch mit der Knollennase”
. Das Essen war sogar besser als erwartet! Total müde aber glücklich kam ich dann Sonntag Abend in Essen an.
An dieser Stelle nochmal einen ganz herzlichen Dank an Sam, ohne den dieses Wochenende nicht so sensationell geworden wäre!!!
P.S. Gerade fallen mir noch weitere Highlights ein. Alex, der Hollister und der leere Mister Clou-Saftbehälter auf der Straße
oder aber Familie Sushi mit Tochter Nigeri und Vater Maki
. Ach war das geil!
x LXC x

Sam :
Date: November 15, 2008 @ 7:27 pm
Das war wirklich fabolous! Müssen wir mal wiederholen in ein paar Jahren. Puro for life.
Robert :
Date: November 18, 2008 @ 1:30 am
Klar, holen wir hoffentlich nach
War schön.