Ferrytale
November 1, 2007 8:11 pm ZeichenblogEndlich war es so weit, das Megaevent des Jahres stand an: Full on Ferry Masquerade
Für alle die nicht wissen was das ist: www.fullonferry.com
Samstag früh ging es auf nach Rotterdam.
Sam navigierte uns zielgerecht und sicher nach Rotterdam, so dass wir gegen Mittag bei Conny eintrafen. Nach anfänglichem ‘Parkplatzärger’ luden wir die Sachen aus und dann ging es auch schon zu 4. in die Stadt. Gerade an der Bahnhaltestelle bewiesen Sam und ich unsere Kombinationsfähigkeit und endlich waren wir dann auch in der Stadt!
Die Suche nach einem vernünftigen Mittagessen erwies sich als ein wenig kompliziert, aber da wir eine ortkundige Unterstützung hatten, war auch das ein voller Erfolg. Gefolgt vom Australian-Kaffeestand. Besonders zu erwähnen ist an dieser Stelle der Sockenmann, der für unheimliches Lachen sorgte! Mit ein wenig Wegerfragen und Sightseeing kamen wir dann auch an den Hafen, der wirklich sehenswert ist! Da haben wir dann direkt nochmal Kaffee getrunken bevor es auf den Rückweg zur Unterkunft ging.
Die Stimmung bei Sam und mir, muss ich sagen, war seeehr verhalten. Ich war total müde, hab mich erstmal hingelegt und Sam hing auch ein wenig in den Seilen. Aber wie man das ja schon von GC kennt (”Ah, lass mal nicht mehr weggehen, lass mal hinlegen. Okay. Ich stell den Wecker auf 23 Uhr.”
) haben wir uns dann doch noch motiviert, schick zurecht gemacht (”Tina hat einen Malkasten dabei”) und auf ging es. Da weit und breit keine Bahn in Sicht war, liefen wir – und das mit Sicherheit eine gute halbe Stunde bis in die Stadt.
Mir war sowas von kalt, das glaubt ihr gar nicht. Abendessen gab es spontan noch bei ‘Wok to go’ was gar nicht mal so schlecht war und dann traten wir die letzet Etappe zur Ahoy Arena an.
An der Arena angekommen, war nicht wahnsinnig viel los und wir dachten schon wir wären am falschen Eingang. Aber alles halb so wild: Nach einer gründlichen Eingangskontrolle und Leibesvisitation ging es auf in den ‘Empfangsbereich’ wo wir im cleveren Locker-System unsere Sachen wegschlossen.
Und, da wir zu den ersten 3.000 Gästen zählten, ergatterte ich auch eine heiß ersehnte Maske, sogar in Gold
Danach checkten wir erstmal die Location aus und dafür gibt es nur ein Wort: megacool – das wird ab heute zusammen geschrieben.
Die ‘Promoterinnen’ zeigten an den Turntables ihr schauspielerisches Talent indem sie so taten als ob sie auflegen würden und seichte Klänge durchfluteten den Raum, der sich immer weiter füllte.
Um 23.30 Uhr war es dann endlich so weit: Erick E gab als Erster die Ehre und heizte die Stimmung richtig an.
Sehr cool: Im Hintergrund lief auf der Leinwand ein Video, herausgefilmt aus einem Auto, man sah nur schemenhaft den Innenraum bzw. das Amaturenbrett – nicht den Fahrer. Und das Auto bewegte sich auf den niederländischen Autobahnen in Richtung Rotterdam, was man an den Straßenschildern erkennen konnte. Es blieb spannend.
Gegen 01:00 Uhr erreichte das Auto die Ahoy Arena und wer stieg aus? Ferry Corsten himself. Dementsprechend auch die abgesenkte Musik und die dunkle Halle, bestrahlt von einer riesigen Flutlichtanlage – und alle Lichter richteten sich auf einen schwarzen Turm, direkt hinter uns. Mit einem unheimlichen Getöse fielen die schwarzen Tücher herab und gaben die Sicht frei auf eine Bühne, von Feuerwerkt umstrahlt, auf der Ferry Corsten den Maskenball offiziell eröffnete – mit einer wunderschön verzierten Maske.
Ferry Corsten beim Opening
Von da an haben wir so viel erlebt, dass ich gar nicht weiß wo ich mit dem Erzählen anfangen soll. Ein namenhafter DJ nach dem nächsten gab sich die Klinke, Verzeihung, eher die Turntables in die Hand. Zuerst kam Breakfast gefolgt von Cosmic Gate, Fedde le Grand, Dogzilla, Christopher Lawrence, Secret Cinema und immer mittendrin Ferry Corsten.
Das war so eine unglaubliche Show, die auf jeden einzelnen Song genau abgestimmt zu sein schien. Sehr aufsehenderregend die riesige Schwebebühne, die quer durch die Halle über alle drüberschwebte. Die Lichter tanzten durch die Arena, Feuerwerk flog durch die Luft, Tänzer stürmten die Bühne, bei dem Track ’Fire’ stießen Flammenfontänen aus der Bühne, zu ‘Adagio for Strings’ gab es vier Violinenartistinnen, Dogzilla fuhr sogar mit live Sänger samt Gitarre auf, unglaublich.
Passend zur Zeitumstellung um 3 gab es einen extrem geilen Remix von Coldplay – Clocks, Meet her at the Loveparade wurde zu Meet her at the Masquerade und die Stimmung war dabei die ganze Zeit atemberaubend.

Die Schwebebühne über unseren Köpfen
Ungelogen, ich stand in einer Halle mit 10.000 anderen Menschen, alle am feiern, wild am tanzen, es war heiß, die Luft stand – und in Mitten dieser Menschenmenge stand ich und habe eine Gänsehaut von der Musik bekommen. Unbeschreiblich dieses intensive Gefühl, das hat mich richtig berührt.

Lichtumstrahlt, die Hauptbühne
Unumstrittenes Highlight war das Set von Fedde le Grand und Ferry Corsten, extrem deluxe. Songs des Abend waren eindeutig Fire, Beautiful und Rock your body von Ferry Corsten, zu dem noch Gouryella, Underworld mit Born Slippy, Clocks von Coldplay und Meet her at the loveparade.
Ferry Corsten bei Rock your Body, rock
Zu guter letzt: Moi – total fertig aber glücklich

Gegen 5 Uhr früh machten dann auch unsere Beine schlapp und es ging Richtung Unterkunft. Danke an dieser Stelle nochmal an Conny für die Gastfreundlichkeit!
Am nächsten Tag ging es dann sichtlich erschöpft und verwirrt durch die Zeitumstellung (wir hatten 7 Uhren auf denen unterschiedliche Zeiten waren) Richtung Heimat.
So traurig ich auch bin, dass dieser einmalige Abend vorbei ist – so sehr werd ich ihn auch in meinem Herzen bewahren und mich mit jedem Song wieder daran erinnern.
A Ferrytale lived through..
x LXC x

Sam :
Date: November 2, 2007 @ 12:32 pm
Du hast die Techno-Orange in der Rotterdamer Fussgängerzone vergessen, aber ansonsten ein klasse und zutreffendes Review. Und ein Top Event natürlich. Triple A Rating!
Sam