Gewalt? Nein Danke.

12:28 pm Zeichenblog

Gegen Gewalt!

Gegen Gewalt

Morgens auf dem Weg zur Arbeit, eine verwüstete Bushaltestelle. Der Mülleimer abgebrannt, Plakate geklaut, Wände zerkratzt und der Abfahrtsplan ist mit Edding bekrickelt, Müll weht über die Straße.

Mittags auf dem Pausenhof: Ein 12 Jähriger wird von einer Gruppe Schülern vermöbelt, sein Handy wird ihm abgezogen und mit einem blauen Auge kommt er nach Hause.

Abends vor der Disko, eine Gruppe junger Männer gerät aneinander, es kommt zu einer Schlägerei. Bis plötzlich ein Auto vorfährt, 3 Schüsse ertönen und 2 von ihnen tot sind.

Durch die Stadt geschländert, Vandalismus, zerkratzte oder abgebrannte Autos, zerschlagene Fenster und ein bisschen Kriminalität noch dabei.
WO leben wir?

Im Zeitalter der Globalisierung gibt es viele Veränderungen, von Börsengängen über Klimawandel. Aber statt immer nur nach außen zu schauen, sollten wir lieber ein Augenmerk darauf werfen, was innen drin geschieht.

Die Ursache für die Gewalt die uns jeden Tag begegnet zu finden, ist schwer, wenn nicht gar unmöglich. Viel zu groß ist doch die Stadt, das Land, der Staat.. zu anonym die Gemeinschaft um wirklich wissen zu können was vor sich geht. Aber selbst wenn es Anlass gibt, wenn Gruppierungen sich unterdrückt oder nicht verstanden fühlen, ein Sprachorgan brauchen oder einfach nur ein Zeichen setzen wollen – ist Gewalt denn die non-plus-ultra-Lösung?

Ich frage, wo sind die Zeiten in denen friedlich demonstriert werden konnte? Wo niemand überrant oder erschossen wurde und wo am nächsten Tag keine Vergeltungsaktion kam?
Vielleicht sind die Menschen zu egoistisch geworden, denken nur an sich, an ihre Rechte, fühlen sich zu schnell auf den Schlips getreten – aber auch hier möchte ich mahnen: Nicht jeder der glaubt im Recht zu sein ist auch im Recht. Natürlich soll man für sich und seine Rechte aufstehen, sich einsetzen – aber nicht für etwas was man glaubt zu besitzen oder was man meint beanspruchen zu dürfen.

Wenn diese Gewaltbereitschaft einen einzelnen Menschen trifft, wenn man den blanken Hass mit eigenen Augen gesehen, gespührt, erfahren hat – da kann mir doch wohl niemand sagen, dass es ihn nicht berührt, ja zum Nachdenken angeregt hat?
Wie hilflos man sich dann fühlt, mit einer Mischung aus Wut und Enttäuschung, die in Trauer bei dem einen und Hass bei dem anderen umschlagen kann. Das sind alles so häßliche Gefühle, wollen wir uns das wirklich gegenseitig antun?
Ich denke nicht. Vielleicht ist man sich dem Ausmaß seiner Handlungen auch nicht bewusst, aber für alle die das lesen:

Das nächste Mal, lasst die Bushaltestelle doch einfach heile. Die hat euch sicherlich nichts getan. Fühlt es sich geil an ein Auto mit Schlüsseln zu zerkratzen oder gibt es euch einen Kick Autos abzufackeln? Was wäre wenn das euer Auto wäre? Denkt mal drüber nach.
Der Junge vom Pausenhof, müsst ihr euch wirklich an Kleineren, Jüngeren oder Schwächeren vergreifen um euch toll zu fühlen oder der Gruppe gerecht zu werden? Ihr wollt mit Sicherheit auch nicht so behandelt werden.
Ist eine Auseinandersetzung jeglicher Art es Wert, einen Menschen umzubringen? Eure Familie ist froh um jeden Tag den ihr zusammen verbringen könnt. Denkt mal drüber nach.

Jeder sollte so handeln, wie er auch behandelt werden möchte. Respekt und Moral sind keine leeren Phrasen. Und Gewalt ist mit Sicherheit keine Lösung. Persönlich bin ich für verbale Waffen, aber das ist jedem selbst überlassen.

Gewalt endet dort, wo Respekt beginnt. Treten wir mit Respekt der Gewalt gegenüber.

In dem Sinne,

x LXC x

P.s. Nützliche Links:

Bündnis für Kinder – gegen Gewalt: http://www.buendnis-fuer-kinder.de/ 
Plattform gegen Gewalt und Extremismus: http://www.basta-net.de/webcom/show_article.php/_c-5/i.html
Für Opfer der Gewalt: http://www.opfer-gegen-gewalt.de/

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